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Liebe Wettenbergerinnen und Wettenberger,

unsere beiden Auszubildenden im Bereich Forst, Lena Beppler und Janis Paul Werner, haben ihre Ausbildung mit Bravour abgeschlossen. Beide konnten mit hervorragenden Leistungen überzeugen. Dazu gratuliere ich ihnen herzlich. Eine solche Leistung ist das Ergebnis von Einsatz und Verlässlichkeit.

Mein besonderer Dank gilt unserem Forstwirtschaftsmeister Alexander Wagner und unserem Revierleiter Yannik Necker. Sie haben beide während ihrer Ausbildung fachlich begleitet, Wissen vermittelt und Verantwortung übertragen. Gute Ausbildung lebt von Menschen, die sich Zeit nehmen und jungen Kolleginnen und Kollegen etwas zutrauen.

Dass wir auch in diesem Jahr wieder zwei Auszubildende einstellen, ist kein Zufall, sondern klare Strategie unserer Gemeinde. Wir wollen Fachkräfte selbst ausbilden und in unseren Wald investieren.

Waldbesitz ist heute keine Ertragsquelle mehr für den Gemeindehaushalt. Unser Wald ist defizitär und wird es voraussichtlich auch in Zukunft bleiben. Trotzdem ist er für uns von unschätzbarem Wert: als Lebensraum, Klimaschützer, Erholungsort und als Verpflichtung gegenüber kommenden Generationen.

Ich bin überzeugt, dass wir unseren Wald weiter verantwortungsvoll als Wirtschaftswald nutzen sollten. Holz wird in Deutschland in großer Zahl gebraucht. Dann sollte es möglichst nachhaltig, regional und nachvollziehbar aus unseren Wäldern stammen – statt aus Quellen, deren Standards wir nicht immer kennen.

Eine grundsätzliche Stilllegung von Waldflächen halte ich deshalb nicht für den richtigen Weg. Deutschland gilt als Ursprungsland der nachhaltigen Forstwirtschaft. Dieser Generationenvertrag wird bei uns eingehalten: Wir ernten weniger Bäume, als durch natürlichen Nachwuchs und Pflanzungen wieder hinzukommen.

Unser Ziel bleibt klar: den Wald nutzen, schützen und für die Zukunft erhalten. Dass junge Menschen diesen Weg mit uns gehen, ist eine gute Nachricht für Wettenberg.

Beste Grüße

Marc Nees
Bürgermeister